Montag, 14. März 2011

irgendwann mal....

... war es da, dieses Gefühl.
Aus heiterem Himmel kam es wie ein Blitz angeschossen: Ich will auch raus!
Ich sah vor meinem innneren Auge folgende Situation: Alle Familienmitglieder verlassen das Haus, gehen in die Arbeit / Schule / Kindergarten. Raus eben.
Und ich bleibe hier. Zurückgelassen. Mit dem Haus und der entsprchenden Arbeit an der Backe.
Es schrie ganz laut in mir... NEIN!! Ich will nicht hierbleiben!!!
Ich will auch alles hinter mir lassen, für einige Stunden.
Und ich möchte es auch genießen, dass so mancher Saustall bei meiner Rückkehr von einem guten Wesen aufgeräumt wurde....
Mir wurde klar: die Rolle, die ich spielen würde müssen, die gefiel mir nicht. Vielleicht war ich einfach hineingedrängt worden, hatte mich dorthin drängen lassen... aber da saß ich nun. Und KEIN Ausweg wollte mir einfallen. Die Falle hatte zugeschnappt.
+++
Heute ist es genau so, wie ich es damals befürchtet hatte. Die Ratten verlassen das sinkende Schiff und der Käpt'n bleibt an Bord.... und schrubbt höchstpersönlich Deck, Kombüse und Kajüten.
Und wenn die Meute wieder einfällt, dann kommt das Schiff manchmal ganz arg ins Wanken, der Steuermann meint, er könne rumbrüllen und die Leichtmatrosen werden auch immer vorwitziger.
Aber trotzdem: Es ist gar nicht mehr so schlimm, wie ich es befürchtet hatte.
Viele werden das nicht verstehen können. "Wie kann man nur damit zufrieden sein?"
Ich kann es. Ich habe ja auch noch nicht vergessen, dass die hochgelobte und heilige Arbeit auswärts und für echtes Geld nicht nur aus Sonnenseiten besteht. Wie oft hatte ich mich -in Lohn und Brot stehend- nach meinem eigenen Herd gesehnt, die Zeit viel besser zu nützen gewusst. Oder heulen können bei dem wundervollen Wetter, und ich musste ab zum knechten, manchmal in ein gar finsteres Loch....
Ich kann froh sein, diesen "Job" zu haben. Finanziell klappt es auch, immerhin habe ich einen Weg gefunden, ein Zubrot zu verdienen. Ich teile mir die Zeit selbst ein (nicht die Arbeit... die entsteht.... und manchmal ist das Pensum halt einfach zu groß für mich allein)
Es ist nicht perfekt, aber das muss es auch nicht. Es ist in Ordnung, so wie es ist.
Es kann so bleiben. Vielleicht ändert es sich auch. Wer weiß das schon.
Aber es ist Grund genug, jeden Tag wieder aufzustehen, an die Arbeit zu gehen und immer öfter mal *trotzdem* zu lachen... :-)

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