Freitag, 18. Februar 2011

Bücher...

Früher habe ich mal Bücher gelesen. So richtig, von vorne bis hinten. Manchmal auch zu ganz unmöglichen Zeiten, wenn ich eigentlich hätte ganz was anderes tun sollen (wie schlafen oder arbeiten...)
Heute sind Bücher so Dinger, die irgendwo liegen. Meist aufgeschlagen und "auf dem Kopf". Ja, ich weiß schon, dass das eine schreckliche Unsitte ist und es dem Buch nicht gut tut. Aber so hat es wenigstens eine Chance, weiter- und irgendwann fertig gelesen zu werden.
Ich lese auch gerne Bücher ein zweites oder drittes Mal. Vielleicht, weil ich weiß, dass sie mir gefallen (haben), vielleicht aus Mangel an Neuem, vielleicht aus Bequemlichkeit oder Sparsamkeit oder Vergeßlichkeit.
Aber gerne würde ich auch mal wieder "richtig" lesen. Zum Beispiel nachmittags drei, vier Stunden im Bett, ohne sterbenskrank zu sein oder dabei einzuschlafen. Im Bett? Ja, keine Chance, da geht der Schalter nach maximal fünf Minuten auf OFF.
Vielleicht auf dem Sofa. Keine Chance, entweder werde ich nach maximal zwölf Sekunden gestört, jemand will fernsehen oder der Schalter geht auf OFF.
Im Garten? Momentan ja noch zu kalt, aber selbst wenn ich mit einem Buch dort aufschlage: entweder ist es zu heiß oder zu kalt, zu windig oder zu schwül, die Nachbarin kommt an den Zaun, die Kinder möchten etwas, der Hund kläfft am Tor, ich sitze/liege/hänge irgendwie unbequem... Alternativ geht der Schalter auf OFF....
Viel lesen tue ich am PC, aber keine Bücher! Nur relativ kurze Texte. Und immer mit der Option, mal eben eine andere Seite anzuklicken (hier geht höchstens der Körper-Schalter auf OFF, der vom Computer eher niemals.)
Vielleicht sollte ich mir einen festen Lese-Tag einrichten, mindestens einmal wöchentlich.
Damit die Bücher, die ich auf jeden Fall lesen will, nicht zwangsweise auf dem stillen Örtchen lagern.
Denn dort lese ich ein Buch. Oder zumindest eine Zeitschrift. Immerhin...

Keine Kommentare:

Kommentar veröffentlichen