Sonntag, 26. August 2012

alles Mülla, oda was?

Frau Müller versuchts mal wieder. Absetzen. Das Medikament, das sie seit 12 Jahren mit Pausen gegen ihre Angsterkrankung, liebevoll Panikstörung genannt, einnimmt.
Frau Müller ist mittlerweile so rund wie ein Hefeknödel. Und sie hat es satt. Soooo satt, in diesem Körper gefangen zu sein.
Nach dem Sturz vor zwei Wochen, der für normalgewichtige Personen ein kleiner Hinfaller gewesen wäre, ist Frau Müllers Bein eine einzige Wasseransammlung. (und es klappert keine einzige Mühle am rauschenden Bach)
Und da Frau Müller weiß, seeeehr genau weiiiiiß, dass die Gewichtszunahme sehr wohl und hauptsächlich mit der Einnahme des Medikamentes zusammenhängt, hat sie vor drei Tagen begonnen, in den Zug zum Absetzen einzusteigen.
Die Ausgangsdosis lag bei 40 mg und momentan nehme ich noch 30 mg ein.
Um das Ganze etwas spektakulärer zu gestalten, wird die 40 mg Tablette morgens mit dem Hausfrauen-Hammer in Stückchen geschlagen ;)
Das klappt auch sehr gut, später ( sehr sehr sehr sehr viel später) werde ich mir eine andere Dosierung verschreiben lassen. (Und eine Muskatreibe besorgen, denn damit haben andere Absetz-Patienten ihre Tablette am Ende pulverisiert und nur noch homöopathische Dosen eingenommen)
Heute denke ich noch, dass sich das alles sehr tragisch und hochgegriffen anhört.
Genau deshalb dieser Eintrag im Blog.
(ich werde berichten).

Kommentare:

  1. Geduld, Geduld...
    Und zwischendurch mal spazierengehen...

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  2. Ups, soooo? ein Dampfhammer-Medi??? Das heißt dann jetzt wohl: ausschleichen. Hatte ich auch. Hätte ich, damals, als ich das Rauchen aufgehört hab. Hatte dann aber keinen Bock mehr auf das Zeug und hab's vermutlich etwas zu schnell abgesetzt.
    Ich drück Dir die Daumen, daß es klappt.

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