Freitag, 4. Mai 2012

Rückblick - Babyzeit

Als mein erstes Kind noch sehr klein war dachte ich immer, ich würde etwas versäumen.
Nein, nicht richtig, ich dachte, alle anderen würden etwas versäumen, wenn sie die vielen wunderbaren Augenblicke in der Entwicklung des Babys nicht mitbekommen würden.
Wie oft habe ich mir gewünscht, es möchte einfach mal jemand da sein. Mit mir reden, mich bestätigen (!) in meiner Rolle als junge Mutter. Sich mit mir freuen, über ein Lächeln, ein Glucksen, den ersten Zahn, das erste Wort....
Nun sind alle drei schon "groß". Noch lange nicht erwachsen, aber groß genug um mit Abstand zurückzublicken.
Mit meiner Erziehung bin ich zufrieden, ich bekomme immer wieder von verschiedensten Seiten Komplimente, wie nett, freundlich, zuverlässig, natürlich und lebensfroh meine Kinder doch wären.
Immer klarer wird mir, warum ich mich so sehr an das Haus und die Familie gebunden fühle: ich möchte für meine Kinder das sein, was ich niemals wirklich hatte. Zumindest aus meiner Sicht und ideell gesehen.
Heimat möchte ich sein.
Zuverlässigkeit.
Liebe.
Basis und Erdung.

Ich selber hatte nie eine "Heimat". Wohl daher rührt meine riesengroße Unsicherheit im Leben. Sich selbst, der Familie und dem Partner gleichzeitig etwas schenken zu wollen, was man selber nie erfahren hat, das ist eine große Aufgabe...

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