Dienstag, 20. November 2012

Und wenn Du denkst, es geht nicht mehr....

Gestern schwächelte Frau Müller. Schließlich hatte sie Namenstag, als echtes Lieschen feiert man nun mal am 19. November eben jenen.
Und da hatte sich Frau Müller eingebildet, die Welt müsste daran denken.
Tat sie nicht. Das Ehegesponst nicht, die Kinderlein nicht, die Chatfreundin lachte sogar noch und meinte, wie man so etwas wie NUR Namenstag so wichtig nehmen könne. Zu allem Überfluss bildete sich Frau Müller auch noch ein, dass ihre alten Eltern vielleicht auf dem Nachhauseweg vom Vormittags-Vergnügen vielleicht bei ihr reinschneien würden.
Und hielt daher den Rinderbraten bis kurz vor drei Uhr warm.
Selber schuld. Nichts rührte sich und Frau Müller schwächelte. Übelkeit, Schwindel, Stechen in der Herzgegend. Wohl dachte sie selbst daran, dass die Gründe dafür wohl eher im psychosomatischen Bereich lägen, dennoch fühlte sie sich elend....
Als sie soeben beschlossen hatte, dass der Tag doch ganz prima zum Abkratzen sei, siehe da: Das Ehegesponst rief an, es telefonierte lieb und freundlich mit der armen Seele. Und noch während dieses Gesprächs funkte auch die Freundin kurz in die Leitung, woraufhin Frau Müller feststellte, dass diese bereits zuvor per SMS nach Kaffeeklatsch-Zeit gefragt hatte.
Trotz eigentlicher Absterbe-Stimmung sagte Frau Müller zu, eine halbe Stunde ruhen erbat sie sich, um das Herz (oder was auch immer dort schmerzte, in der Brust, dort, wo auch die Seele sitzt) wieder zu Kräften kommen zu lassen.
Als die Kaffeefreundin das Haus betrat, da rief sogar noch das Mütterlein an, gratulierte zum Namenstag...
Was lernen wir daraus?
Früher hätte Frau Müller die Decke über den Kopf gezogen und sich von aller Welt grenzenlos verlassen gefühlt. Mittlerweile kann sie solche "Spitzenzeiten" aushalten und im Anschluss wieder am Leben teilnehmen.
TSCHAKKA! ;)

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